AUFGEFALLEN: Tennis – Vereinigungen kontra gewerbliche  Anlagen

ein Gastbeitrag von Christian Ohm – DTB A-Trainer und Jurist aus Düsseldorf

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung kommentierte am 20. Januar 2020 (Wirtschaft, Seite 15) mit der Überschrift „Auswüchse der Gemeinnützigkeit“, dass der Staat dafür sorgt, dass Intransparenz, Maßlosigkeit und Ineffizienz wuchern. Der Autor Christian Ohm sieht die Auswirkungen im Tennissport bei der Privilegierung von gemeinnützigen Tennis – Vereinigungen gegenüber gewerblichen Tennisanlagen: Seiner Meinung nach dienen als Beispiele dafür die Tennis Ranch Bungert in 40724 Hilden, wo die Politik der Stadt Hilden den Standort schließen möchte um den Verein TC Stadtwald Hilden e.V. zu stärken. Das weitere Beispiel ist die Tennisanlage Teremeer in 40667 Meerbusch mit seinem integrierten Verein TB Meerbusch e.V., der aus dem Tennisbezirk Düsseldorf e.V. am 31.12. 2018 ausgeschlossen wurde. Die TB Meerbusch vertritt die Auffassung, dass der Ausschluss des Vereins auf einer gewerblichen Anlage gegen die Abgabenordnung nach § 52 verstößt. Christian Ohm bewertet die beschriebenen Beispiele als Wettbewerbsverzerrung zugunsten gemeinnütziger Tennis Vereinigungen. Weiterlesen

TB Meerbusch e.V. ist im neuen Sport- u. Tennis Resort zu hause

„Gerne würden wir auch im Tennisverband Niederrhein mitspielen“

Noch ist der TB Meerbusch e.V. ein junger, ideeller Tennisverein mit weniger als 30 Mitgliedern. Zu hause ist er im frisch renovierten Sport- u. Tennis Resort Meerbusch mit insgesamt bis zu sieben Tennisplätzen einem Bistro und einer Tennishalle. „Bei uns ist ein ganzjähriger Spielbetrieb möglich“, schwärmt Geschäftsführer Christian Ohm. Neben der Entwicklung eines Privatclubs möchte die TB Meerbusch jedoch auch in den Medenspiel-Betrieb des zuständigen Tennis Bezirks 3 Düsseldorf aufgenommen werden, denn die eine oder andere Mannschaft würde sofort gemeldet werden können. „Genau hier liegt jedoch der Hase im Pfeffer“, so Clubvorstand Marc Raffel, der mit seiner Agentur M.A.R.A. Sport-Consulting seit Jahren das erfolgreiche ATP Tennisturnier in Meerbusch organisiert. „Wir haben um Aufnahme im Tennis Bezirk 3 Düsseldorf gebeten und dieser wurde uns überraschenderweise verwehrt. Vor dem Hintergrund unserer doch äußerst kompetenten und überregional bekannten und geschätzten Tennisveranstaltungen sowie der optimalen Infrastruktur am Eisenbrand war ich von dieser Entscheidung des Tennisbezirks doch sehr irritiert“, so Raffel. „Die TB Meerbusch e.V. ist im Sinne der Abgabenordnung gemeinnützig, und der Tennis Bezirk Düsseldorf verweigert die Aufnahme aus Sport interessenpolitischen Gründen“, meint TB Meerbusch Geschäftsführer Christian Ohm.

Gemeinsam Erfolge feiern
„Es stimmt mich traurig, dass die mögliche Verbindung zwischen Vereins- u. Leistungs- bzw. Profitennis verhindert wird“, ergänzt Marc Raffel. „In der Tat wäre es schade, wenn der Tennis Bezirk 3 bzw. der Tennisverband Niederrhein die Chance verpasst, Teil und Partner unserer Events und Veranstaltungen zu werden“, kommentiert Raffel, übrigens selbst Ex-Herren Niederrheinmeister, Bundesligaspieler, Diplom-Sportlehrer und DTB A-Trainer. Im Moment scheinen unterschiedliche Auffassungen den Fall TB Meerbusch e.V. zu beherrschen, aber es könnte ein Auftakt sein, dass unterschiedliche Parteien aufeinander zugehen und für den Tennissport in Zukunft gemeinsam Erfolge feiern.